Hier in Rom widmeten sich die Jugendlichen überwiegend der „Kirchenpädagogik“ und erkundete so zahlreiche wunderbare und uralte Kirchen. Santa Maria in Trastevere, deren Vorgängerkirche als älteste christliche Kirche Roms gilt, Santa Maria sopra Minerva, in der der Prozess gegen Galileo Galilei stattfand, Santa Maria Maggiore, die wegen eines sommerlichen Schneefallwunders erbaut wurde, und natürlich der mächtige Petersdom mit seiner einzigartigen Pietá von Michelangelo waren dabei absolute Highlights.
Immer wieder war es hoch interessant, wie etwa geschichtliche Einflüsse über die Jahrhunderte hinweg Einfluss auf die Ausstattung der Kirchen nahmen. So wurde sogar eine Christusstatue, die von Michelangelo ursächlich nackt modelliert worden war, in prüderer, mittelalterlicher Zeit mit einem bronzenen Lendenschurz umkleidet. Kostbare Mosaike, Bernini-Kunst und aufwändig restaurierte Kirchen allerorten, überwältigend.
Neben diesem Teil der Jugendfreizeit betrachtete die Gruppe antike Architektur wie etwa das Kolosseum, die Engelsburg und das Pantheon mit seiner großen Kuppel, die eine kreisrunde neun Meter große Öffnung aufweist. Dazu begeisterte die mitreisenden die z. T. zweitausendjährige, städtebauliche Anlage dieser großartigen Stadt Rom.
Gewohnt hat die Gruppe für diese Tage im Kloster der Deutschen Elisabeth-Schwestern, eine einfache, aber sehr saubere und ordentliche Herberge, in deren Kapelle die Gruppe Andachten feierte. Eine Dachterrasse mit Blick über Rom stand abends zur Verfügung, die Nächte waren lang.
All die vielen Eindrücke einmaliger Architektur, die Führungen durch die oft engen Straßen Rom´s, das Wahrnehmen auch der vielen sozial schwachen Bevölkerungsgruppen dieser Stadt bereicherten Blick und Sichtweise jedes Einzelnen. Beeindruckend auch das flirrende Leben dieser Stadt, die scheinbar nie zur Ruhe zu kommen scheint, eine Stadt, die nicht schläft.
Es war eine schöne, wenn auch recht kurze Zeit, die aber niemand missen möchte, denn auch die Gemeinschaft stimmte. Nicht zuletzt die gemeinsamen abendlichen Mahlzeiten und die fröhlichen Abende überhaupt haben das vielfältige freundschaftliche Miteinander gefördert. Die Gruppe war sich einig: Wir wollen wieder fahren, wohin soll´s gehen?
Sebastian Müller

- Rom-Gruppe 2011 mit Propst Gleicher


